Katholikenrat im Bistum Fulda setzt Zeichen für mehr Teilhabe und Vielfalt in der Kirche

Die Mitglieder des Katholikenrates Fulda auf der Außentreppe im Bonifatiushaus Fulda bei Ihrer Herbst-Vollversammlung 2026.

Wie kann die katholische Kirche vielfältiger, gerechter und stärker von gemeinsamer Verantwortung geprägt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Katholikenrat im Bistum Fulda auf seiner Herbst-Vollversammlung im Bonifatiushaus in Fulda. Im Mittelpunkt standen insbesondere die stärkere Einbindung muttersprachlicher Gemeinden sowie ein Beschluss zur Unterstützung eines weltweiten Frauengipfels im Vatikan.

 

Ein Schwerpunkt der Beratungen war die Rolle der muttersprachlichen Gemeinden im Bistum Fulda. Diese sind mit ihren unterschiedlichen kulturellen Traditionen und Formen gelebten Glaubens ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Lebens. Der Katholikenrat befasste sich deshalb mit der Frage, wie ihre Perspektiven und Anliegen stärker berücksichtigt und die Zusammenarbeit innerhalb des Bistums weiterentwickelt werden können.

 

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Vollversammlung war die Unterstützung der Initiative des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zur Einberufung eines weltweiten Frauengipfels im Vatikan. Mit einem entsprechenden Beschluss schloss sich der Katholikenrat dem Anliegen des ZdK ausdrücklich an.

 

Das Laiengremium fordert die Deutsche Bischofskonferenz und den Fuldaer Bischof auf, sich aktiv für die Einberufung eines solchen Gipfels einzusetzen. Auch die Vertreterinnen des Bistums in der Synodalkonferenz und weiteren kirchlichen Gremien sollen das Anliegen unterstützen. Zugleich verpflichtet sich der Katholikenrat, konkrete Schritte zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen im eigenen Bistum einzufordern und zu begleiten.

 

„Eine lebendige und glaubwürdige Kirche braucht die Perspektiven und das Engagement aller Menschen, die sie mitgestalten. Das gilt für die muttersprachlichen Gemeinden ebenso wie für die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen. Wir möchten als Katholikenrat dazu beitragen, dass unterschiedliche Stimmen gehört werden und echte Teilhabe möglich wird. Vielfalt und gemeinsame Verantwortung sind keine Gegensätze, sondern eine große Stärke unserer Kirche“, erklärt die Vorsitzende des Katholikenrats, Stefanie Klee.

 

Neben diesen inhaltlichen Schwerpunkten beschäftigte sich die Vollversammlung mit internen Fragen der Gremienarbeit. Dazu zählten der Bericht und die Aussprache über die Arbeit des Vorstands,

Geschäftsordnungsfragen sowie personelle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Vertretung des Katholikenrats im Kirchensteuerrat.

 

 

Bildrechte: Foto: Bistum Fulda / Ralph Leupolt

Foto: Die Mitglieder des Katholikenrates Fulda auf der Herbst-Vollversammlung.