Innere Neugründung

Bewährtes bewahren - gemeinsam Neues gestalten

Herzlich willkommen!  - Wir begleiten Sie in der Zeit der inneren Neugründung

 

Wir bewegen uns gerade in einer Zeit des schnellen Wandels. Vertraute Strukturen, an denen wir uns lange orientiert haben, brechen auseinander und zwingen uns, Konzepte zu überdenken. Neugründungen von Pfarreien bedeuten neben neuen Strukturen und neuen Aufgaben, auch neue Erwartungen oder Unsicherheiten. Veränderungen in einer Pfarrei können die unterschiedlichsten Gefühle auslösen. Manche blicken voller Freude, Hoffnung und Neugier in die Zukunft. Andere empfinden Unsicherheit, Trauer oder Angst vor Verlust.

 

Die innere Neugründung einer Pfarrei ist ein geistlicher und gemeinschaftlicher Erneuerungsprozess, in dem eine Pfarrei aus der Mitte des Evangeliums heraus ihre Identität, Sendung und Formen des Zusammenlebens neu entdeckt, um unter veränderten Bedingungen glaubwürdig Kirche zu sein.  Die innere Neugründung meint also nicht „Neuerfindung der Kirche“, sondern innere Neugründung fragt für wen sind wir da? Wen haben wir bisher übersehen? Wie dienen wir den Menschen vor Ort?

 

Die innere Neugründung ist ein geistlicher Prozess und kein einfaches Projekt. Darum gehören Gebet, Hören, Unterscheidung und gemeinsames Vertrauen wesentlich dazu. Aus dieser Perspektive ist Erneuerung nicht nur machbar, sondern Geschenk und Wirken des Heiligen Geistes.

 

Das    Pfarreigremiengesetz des Bistums Fulda beschreibt dafür einen Weg in drei miteinander verbundenen Schritten:

 

1. Wahrnehmen – Was ist?

 

Am Anfang steht der offene Blick auf das, was uns umgibt.

Was bewegt die Menschen? Was verändert sich in unserer Gesellschaft und in unserem Lebensraum? Wo erleben wir Aufbruch und Hoffnung – und wo spüren wir Sorgen, Grenzen oder Herausforderungen?

Wahrnehmen bedeutet, genau hinzuschauen und aufmerksam zuzuhören. Dabei geht es nicht darum, vorschnelle Antworten zu finden. Wir nehmen die Wirklichkeit so wahr, wie sie ist: die Lebenssituationen der Menschen, ihre Fragen und Bedürfnisse, aber auch die Chancen und Ressourcen, die vor Ort vorhanden sind.

Denn nur wer wahrnimmt, was ist, kann erkennen, was gebraucht wird.

 

2. Unterscheiden & Entscheiden – Was ist uns wichtig?

 

Aus dem Wahrgenommenen entsteht der nächste Schritt: gemeinsam unterscheiden.

Was davon ist für uns als Kirche besonders relevant? Wo sind wir gefragt? Welche Möglichkeiten eröffnen sich? Und wo müssen wir bewusst Prioritäten setzen?

Unterscheiden bedeutet, gemeinsam im Licht des Evangeliums zu prüfen, was trägt und wohin unser Weg führen soll. Dabei kommen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Begabungen zusammen.

Am Ende steht eine gemeinsame Entscheidung: Was wollen wir konkret angehen? Was soll wachsen? Und wofür wollen wir unsere Kräfte einsetzen?

So wird aus Beobachtung Orientierung und aus Orientierung eine klare Entscheidung.

 

 

3. Initiieren & Umsetzen – Was tun wir?

 

Aus den gemeinsamen Entscheidungen entstehen Ideen, Projekte und neue Formen kirchlichen Lebens. Menschen werden aktiv, übernehmen Verantwortung und bringen ihre Begabungen ein.

Initiieren und Umsetzen bedeutet: ins Handeln kommen und Neues wagen.

Dabei muss nicht alles von Anfang an perfekt sein. Entscheidend ist, dass wir beginnen, Erfahrungen sammeln, miteinander lernen und den eingeschlagenen Weg immer wieder überprüfen.

So wird Kirche lebendig: Menschen gestalten mit, übernehmen Verantwortung und entwickeln gemeinsam Zukunft.

Ein Weg, der verbindet.

 

Wahrnehmen – Unterscheiden & Entscheiden – Initiieren & Umsetzen:
Die drei Schritte bilden keinen starren Ablauf, sondern einen gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess.

 

Drei Dinge, die das Angebot Synodalität in den Pfarreien auszeichnet:

  1. Den Dialog fördern – Es werden Räume gestaltet, in denen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven einander zuhören und gemeinsam nach Wegen suchen.
  2. Gemeinschaft stärken –Jede Stimme wird gehört und gemeinsam Entscheidungen im Geist der Verbundenheit getroffen.
  3. Prozessoffenheit – synodale Prozesse verlaufen transparent, respektvoll und zukunftsorientiert.
     

Es geht nicht darum, „alles Alte loszulassen“. Es geht darum, Bewährtes zu würdigen und gemeinsam Neues wachsen zu lassen. Die folgenden Unterstützungsangebote möchten helfen, konstruktiv mit Veränderungssituationen umzugehen. 

Eine neue Pfarrei entsteht nicht an einem einzigen Tag. Sie wächst:

  • durch Zuhören,
  • durch Geduld,
  • durch Ehrlichkeit,
  • durch gemeinsame Erfahrungen
  • und durch die Bereitschaft, einander immer wieder neu zu begegnen.

Zukunft beginnt dort, wo Menschen einander zutrauen, gemeinsam weiterzugehen.

 

Lass uns gemeinsam herausfinden, was eure Pfarrei oder euer Kirchteam gerade braucht „Jetzt kontaktieren“ 

 

Innere Neugründung

Dr. Annette Stechmann

Dr. Annette Stechmann

Leiterin

Abteilung Kirchliches Leben

 

0661 87-467

leitung.kirchlichesleben@bistum-fulda.de

Elena Werner

Elena Werner

Referentin

Synodalität in den Pfarreien

 

0661 87-614

elena.werner@bistum-fulda.de

Torsten Huith

Manuela Kühner

Sekretariat

 

 

0661 87-386

katholikenrat@bistum-fulda.de